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Schweizer Bischofskonferenz SBK

 


Catholica Unio Schweiz   

«Auf dem Weg, der zur vollen Einheit führt, bemüht sich der Ökumenische Dialog, eine brüderliche Hilfe füreinander zu wecken, durch die sich die Gemeinschaften gegenseitig das geben sollen, was eine jede braucht, um dem Plan Gottes entsprechend zur endgültigen Fülle zu wachsen.»
(Johannes Paul II., UT UNUM SINT Nr. 87)

Der christliche Osten ist wesentlich für die Identität des Katholischen.

Liebe Freunde der Catholica Unio
Liebe Gönner und Gönnerinnen

Bischof Charles Morerod ist neuer Generalpräsident von Catholica Unio Internationalis

Catholica Unio ist das älteste deutschsprachige Hilfswerk für die orientalischen Christen. Bei der Generalversammlung vom 18. bis 20. Oktober 2016 in Rom übergab Leonardo Kardinal Sandri, Präfekt der Ostkirchenkongregation, offiziell das Amt des Generalpräsidenten an Bischof Charles Morerod (Lausanne, Genf und Freiburg), und dankte seinem Vorgänger, Erzbischof em. Alois Kothgasser (Salzburg) mit den Worten, „dass der christliche Osten wesentlich ist für die Identität des Katholischen“. Bei der Audienz mit Papst Franziskus und Pilgern aus Ost und West wurde diese Katholizität besonders spürbar.

P. Kilian Karrer OSB, Generalsekretär

Liebe Leserin, lieber Leser

„Einigung in katholisch-orthodoxer Dialogkommission“: So titelte am 22. September die Internetseite von Radio Vatikan. Das Dokument mit dem Titel „Synodalität und Primat im ersten Jahrtausend: Auf dem Weg zu einem gemeinsamen Verständnis im Dienst der Einheit der Kirche“ fand allgemeine Zustimmung.
Dieses Dokument löst zwar noch keine der strittigen Fragen, welche die volle sakramentale Gemeinschaft zwischen den Orthodoxen Kirchen und der Römisch-katholischen Kirche bis heute verhindern. Aber man hat eine gemeinsame Basis gefunden, um die Frage des Primats auch auf universaler Ebene der Kirche objektiv und wohlwollend zu diskutieren.
Und Kardinal Kurt Koch wertet bereits das klare Bekenntnis zum weiteren orthodox-katholischen theologischen Dialog als grossen Erfolg. Das panorthodoxe Konzil vom Juni dieses Jahres auf Kreta hatte ja grosse Unterschiede innerhalb der Orthodoxie gerade in der Frage der Ökumene offenbart.
Umso schöner ist auch die andere Nachricht im Zusammenhang mit der diesjährigen Vollversammlung der gemischten Internationalen Kommission für den theologischen Dialog zwischen Katholiken und Orthodoxen: Mehrere orthodoxe Bischöfe feierten in Anwesenheit von zwei Kardinälen und anderen römisch-katholischen Bischöfen und Geistlichen in Manoppello vor dem Schleierbild des „Heiligen Antlitzes“ eine Göttliche Liturgie. Die Verehrung dieses „nicht von Menschenhand geschaffenen“ Abbildes Christi vereint Orthodoxe und Katholiken und verweist uns auf das Antlitz Christi als der Quelle des Lichtes und des Lebens für Kirche und Welt. Nicht umsonst rühmt der Ortsbischof, Erzbischof Bruno Forte, dieses Bild als „Polarstern der Christenheit“.
Kardinal Koch sagte nach diesem denkwürdigen Gottesdienst: „Wir gehen weiter auf das Gesicht Christi zu. Wohl nur im Blick auf das Antlitz des Erlösers kann Einheit entstehen.“

P. Kilian Karrer OSB

Die Apostel Petrus und Andreas


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Donnerstag, 23. Februar 2017, 05:44 Uhr