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Schweizer Bischofskonferenz SBK

 


Catholica Unio Schweiz   

«Auf dem Weg, der zur vollen Einheit führt, bemüht sich der Ökumenische Dialog, eine brüderliche Hilfe füreinander zu wecken, durch die sich die Gemeinschaften gegenseitig das geben sollen, was eine jede braucht, um dem Plan Gottes entsprechend zur endgültigen Fülle zu wachsen.»
(Johannes Paul II., UT UNUM SINT Nr. 87)

Liebe Freunde der Catholica Unio Schweiz

Dieses Jahr liegen die beiden Festkreise Weihnachten und Ostern sehr nahe beieinander, dazwischen schiebt sich die Fastenzeit. Diese Zeit dient der Vorbereitung auf das Osterfest und ist gleichzeitig auch eine Zeit der Busse und Umkehr. Während die Weihnachts und Osterzeit eine Zeit der Freude ist, ist die Fastenzeit von Ernst geprägt. Fasten, Verzichten, Almosen geben und Beten sind die wichtigsten Elemente der Fastenzeit. Die Auswirkungen im öffentlichen Leben sind zwar kaum mehr erfahrbar. Und doch ist „Fasten" modern: In vielen Pfarreien erleben Fastenwochen Hochkonjunktur. Heilfasten mit Anleitung in Gruppen oder Einzeln sind „in". Fasten, Almosen geben und Beten waren schon in neutestamentlicher Zeit die wichtigsten Formen der Busse und Umkehr (Mt 6,1-18).

Das Fasten als Verzicht auf weniger oder bestimmte Nahrung kann für viele Menschen eine tiefe Erfahrung sein (für Leib und Seele); die frei macht von Ballast, Abhängigkeit oder Zwängen und uns öffnet für die Not der Armen.

Wir Christinnen und Christen dürfen diese Zeit nutzen zur körperlichen und seelischen Reinigung! Möglichkeiten gibt es viele: Verzicht oder Einschränkung besonders bei Genussmitteln oder üppigen Speisen, bewusster Verzicht auf Fernsehen und Internet, vermehrtes Beten, Gottesdienstbesuche, lesen der HI. Schrift, Werke der Nächstenliebe (Besuch von Kranken, Einsamen oder Alten).

Die Entsagung mindert in uns die Selbstsucht und öffnet unser Herz für die Not unserer Mitmenschen. Beim Fasten kommt es darauf an, Gott zu zeigen, dass man ihn liebt. „Das Fasten soll uns zur wahren Freude in Christus führen" (vgl. Phil. 3,1)

Ich wünsche uns allen die Bereitschaft, an dieser „Frühlingskur" teilzunehmen, damit unser Herz und unsere Hände offen bleiben, besonders auch für die Anliegen der Catholica Unio.

Es grüsst Sie herzlich

Roger Schmidlin, Pfr.

Die Apostel Petrus und Andreas


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Donnerstag, 24. Mai 2018, 21:08 Uhr